Über

Ich heisse Silke und will hier spielen. Früher habe ich hier gespielt, aber aus Gründen bin ich umgezogen.

Ich mag ganz viele Sachen.

Zum Beispiel Kleider. Ich ziehe mich gern hübsch an, gebe Geld dafür aus und meine Fehlkaufquote ist mittlerweile recht niedrig. Ich weiss immer ganz genau, wie viele Punkte Guido vergeben wird. Ich lese gerne  Modezeitschriften, aber ich überblättere die vierzig Seiten Werbung zwischen den Artikeln, das die eigentlich das Beste sind, weil von den besten Fotografen fotografiert und mit den tollsten Models und deshalb hohe Kunst, das weiss ich, aber es ist noch nicht bei mir angekommen – für mich ist es Werbung.

Ich esse SEHR gerne und ich koche jeden Tag, es entspannt mich und gibt mir das Gefühl zumindest eine sinnvolle Sache täglich zu machen. Backen kann ich auch, solange es nicht zu filigran wird, meine Schokoküchlein mit flüssigem Erdnussbutterkern sind wirklich gut. Ich kann mir aber keine Rezepte ausdenken, nur nachmachen und ein bisschen was abändern. Essen fotografieren kann ich auch nicht. Also nicht so richtig. Ich habe weder eine Kamera, die was kann, noch habe ich Ahnung. Ich habe ein iPhone und jede Menge fancy Photo-Apps, aber das war’s schon. Außerdem sieht das was ich koche oft aus wie Matschepampe, nicht fotogen, aber wohlschmeckend.

Mittlerweile kann ich einen ganz ordentlichen Lidstrich ziehen, das mit dem Lippenstifttragen übe ich noch, beinahe jeden Morgen, na gut, ab und zu, trage ich welchen auf und manchmal schaffe ich es sogar mit Lippenstift ins Büro. Und in jeder Tasche kullert mindestens einer rum. Außerdem habe einen kunterbunten Regenbogen aus essie-Nagellackfläschen im Badezimmerschrank, der schon von staunenden Menschen fotografiert wurde. Weil ich schon vierzig+ bin, interessiere ich mich auch für die Bekämpfung von Falten. Und von Pickeln, obwohl ich schon vierzig+ bin. Ich war neulich auch das erste Mal bei der Fußpflege, nicht bei der Pediküre, bei der eine desinteressierte Blondine ein bisschen mit Bimsstein rumschrubbt, sondern bei einer echten medizinischen Fusspflegerin mit Kassenzulassung, die mir auf den ersten Blick Spreiz- und Senkfüsse diagnostizierte und mich mit butterweichen leichten Füßen in den Abend schweben liess – sehr zu empfehlen.

Meine Wohnung ist mir wichtig, es stehen keine hässlichen Fliesentische rum, ich habe Bücher & CDs nach Farben sortiert und bin dabei die letzten alten Billy-Regale zu ersetzen, jedenfalls so bald ich dazu komme. Irgendwann kaufe ich mir bestimmt 6 Eames-Stühle für meinen Esszimmertisch vom Flohmarkt und lege Lammfelle rein, weil die Stühle ja so kalt sein sollen. Wenn ich mal ein Esszimmer habe, das groß genug ist.

Und natürlich mag ich auch Musik und Bücher und Filme und Serien, auch wenn ich drei Jahre dafür gebraucht habe, “The Sopranos” fertig zu gucken und gerade erst mit “Breaking Bad” angefangen habe (und es geht schleichend voran), noch keine Folge „Game of Thrones“ gesehen habe und wenn ich krank bin am liebsten alle Staffeln von „Sex and the City“ gucke. Ich bin auch oft im Internet unterwegs, sowohl im Mädchen- als auch im Jungsinternet. 

Dennoch ist dies kein Mode-, Food-, Beauty- oder Wohnblog. Auch kein Lifestyleblog, das ist ein Begriff, der mich total verwirrt: ich lebe mein Leben und ein bisschen was daraus schreibe ich auf – ist das dann Lifestyle? Und es ist erst recht kein DIY-Blog, denn ich kann überhaupt nicht basteln oder handwerken, Tätigkeiten dieser Art machen mich wütend. Weil ich’s nicht hinkriege, obwohl es angeblich TOTAL einfach und idiotensicher ist, und weil ich immer immer wehtue, etwas kaputt geht und es überhaupt nie so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Ich kann stricken – auch mit Muster, am liebsten Schals – und Freundschaftsbänder knüpfen, aber das war’s. Zur Not kann ich noch geflügelte Einhörner auf die Wangen und Bäuche kleiner Mädchen malen, aber nur, wenn sie darauf bestehen.

Eine Einordnung des Blogs würde mir das Gefühl geben, ein Experte sein zu müssen. Bin ich aber nicht, auf keinem Gebiet, es sei den komische Grübeleien. Also: ein Spielplatz, ich kann hier alles machen oder auch nichts. Und wer mitspielen will, ist herzlich willkommen, auf der Schaukel hat’s noch Platz.

Ach so, falls es jemanden interessiert: Warum „vier und mutig“? Als mein Neffe J drei Jahre alt war, bin ich mit ihm auf dem Spielplatz gewesen. Er hat ältere Kinder beobachtet, die ganz oben auf dem Klettergerüst rumturnten und sah traurig aus. Als ich ihn gefragt habe, was los ist, hat er gesagt „Ich will vier sein. Vier und mutig.“ Ich war zu Tränen gerührt und habe deshalb diese Aussage Jahre später als Name gewählt. J ist mittlerweile neun, supermutig und glaubt nicht, dass er sich jemals solchen Quatsch gewünscht hat. Wer will schon vier sein, pffff, also echt, Tante.

 

 

 

 

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